Anoukoudaria


Über Anoukoudaria
Malerin
Eine Position zwischen Orient und Okzident, mit einem starken Hang zu Beckett, Joyce und naiver sowie Outsiderkunst, positioniere ich mich klar im deutschen Expressionismus. Meine Text und Bildarbeiten erzählen Geschichten von Seemännern, Meerjungfrauen und stellen die Frage nach dem Sein genauso stark wie die Gedichte anglizistischer Tradition. Man soll die Jute der Seile spüren, die Körnigkeit des Pigments atmen können und trotzdem sind es Figuren, die in gegenseitigen Bezug zueinander stehen. Wie die onomatopoetischen Fragmente eines Gedichtes sind Bildelemente Teile einer Aussage. Scheinbar flüchtig dahingeworfene Flecken, die in der Tradition der Kalligraphie stehen, kontrastieren mit Elementen des Bauhaus, oder fügen sich mit ihnen zu einem Ganzen zusammen.
Ich liebe das Material, ich lasse es mir auf der Zunge zergehen, Ich lasse es frei und zeige seine Eigenschaften. Verortet im Figürlichen nutze ich Musik und Rhythmus, Sinnliches als Inspiration. Im Unterbewussten entsteht das Bild, durch das Unbewusste geht es durch bevor es zu einer Geschichte wird, die eingefangen werden muss, gebannt werden will. Die Quelle meiner Arbeit ist das Leben selbst, die Muster aus fernen Ländern, aus dem ich selbst komme, obwohl ich diese Länder nicht kenne, die Gewürze, die Farben und die Landschaften aus Orten, die ich bereist habe. Ich gehöre nirgendwo richtig hin und doch werde ich überall empfangen, weil ich überall sein und leben könnte. Diese Liebe zur Kultur, hohe oder Alltagskultur, zeichnet meine Arbeit aus. In Allem hallen Fragestellung nach Ontologie wider, die durch Humor und Spiel beantwortet werden.
Vita
Geboren in Zentralasien und aufgewachsen in Hamburg, wo eine der Künstlerinnen rund um die Koppel 66, MAKSA, meine Mappe vorbereitete, ging ich mit 20 Jahren nach Edinburgh und studierte am Edinburgh College of Art. Wie es sich gehört, brach ich das Studium ab und zog für fünf Jahre nach Berlin, um herauszufinden, was eigentlich alle an dieser Stadt finden.
2016 kehrte ich nach Schottland zurück und setzte mein Studium an der Gray’s School of Art fort, wo ich 2018 mein Diplom erhielt. 2019 stellte ich gemeinsam mit ausgewählten Absolvent:innen der renommiertesten Kunsthochschulen Schottlands und Londons in St James’s, London, aus.
Seit 2010 arbeite ich mit Kunst, Kultur und Menschen in Frankreich, Großbritannien, den USA und Deutschland.
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E-Mail: annuka.suda@hotmail.de


